25 Jahre JazzBaragge: Ein Zuhause für den Moment

Marian Märki02-04-20262 min. Lesedauer

Die JazzBaragge ist längst ein Fixpunkt im Moods-Programm. Jeden Mittwoch trifft sich dort die Szene zum gemeinsamen Jam. In diesem Jahr feiert das Format seinen 25. Geburtstag. Ein guter Anlass, um mit einem der Gründer zurückzublicken.

Es ist Mittwochabend im Moods. Gleich neben dem Eingang, vor einem roten Vorhang, stehen Schlagzeug, Verstärker, Piano, Kontrabass, mehrere Mikrofone und manchmal auch ein Rhodes bereit. Nach und nach strömen Musiker*innen herein, holen sich an der Bar einen Drink und lauschen ihren Kolleginnen. Das ist der Wednesday Jam, das ist die JazzBaragge.Begonnen hat alles am 28. Februar 2001. Dave Feusi und Peewee Windmüller organisierten damals in der Chäsbaragge in der Zürcher Brunau den ersten Jam. Ein Jahr später zog das Format in den Club der Jazzschule Zürich und seit 2016 ist die JazzBaragge im Moods zuhause. Über die Jahre hat sie sich zu einem der wichtigsten Orte der Schweizer Jam-Szene entwickelt.Doch was macht die JazzBaragge aus? Dave Feusi, Gründungsmitglied und bis heute regelmässig selbst auf der Bühne, beschreibt es so: «Am JazzBaragge Wednesday Jam wird der Moment zelebriert. Es ist ein Ort, wo sich Menschen treffen und kennenlernen, um aus dem Moment heraus in kreative Tongespräche einzutauchen.» Das entspreche der Tradition der Jam Sessions, die sich in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in New York entwickelt haben. Die Idee dahinter? Gemeinsam und spontan musizieren getreu dem Motto: Improvisation statt festem Programm.Wie wichtig diese Form des Musizierens ist, betont Feusi deutlich: «Die Vergangenheit zeigt, wie wichtig eine gut organisierte Jam Session als Nährboden der Kreativität und damit im Speziellen auch für die Nachwuchsförderung im Jazz ist.» Der Verein JazzBaragge sei sich dessen bewusst und engagiere sich entsprechend. «Wir suchen aktiv den Kontakt zu den Musikhochschulen, pflegen eine langjährige Zusammenarbeit mit der ZHdK, laden Student*innen als Opening Bands ein oder binden sie in den Abendablauf ein, sei es an der Kasse oder als Abendverantwortliche. Wir erhoffen uns davon, dass sie so den Weg zu uns – und vielleicht sogar in den Vorstand – finden und somit die JazzBaragge in Zukunft führen.»Musikalisch bewegt sich die JazzBaragge zwar in der Tradition des Jazz und verwandter Stile, doch bewusst nicht ausschliesslich. «Wir geben keine stilistischen Vorgaben und wollen diese Grenzen auch durchbrechen – mal zufällig an der Session, mal gezielt, indem wir die Jam-Band anders zusammensetzen», erklärt Feusi. Das Format richtet sich vor allem an die lokale und nationale Szene, zieht aber immer wieder auch internationale Gäste an – eine Bereicherung, wie Feusi findet.Nun feiert die JazzBaragge ihren 25. Geburtstag – und das mit Stil. Am 25. Februar, drei Tage vor dem offiziellen Jubiläum, steigt im Moods der grosse Jubiläumsjam. Zusätzlich gibt es einmal im Monat eine «Vintage-Ausgabe», bei der mindestens eine Musiker*in auftritt, die bereits im Gründungsjahr auf der Bühne stand. Eine kleine Retrospektive – und ein Blick darauf, wie lebendig diese Tradition geblieben ist.

Spezielle JazzBaragge Wednesday Jams im Moods

  • HSLU @ JazzBaragge

    • JazzBaragge Wednesday Jam

      JazzJam
  • 25 Jahre JazzBaragge Birthday Jam

    • JazzBaragge Wednesday Jam

      JazzJam
  • 25 YEARS VINTAGE JAM BAND

    • JazzBaragge Wednesday Jam

      JazzJam
  • 25 YEARS VINTAGE JAM BAND

    • JazzBaragge Wednesday Jam

      JazzJam
  • SPECIAL: SOFIA (Support Of Female Improvising Artists)

    • JazzBaragge Wednesday Jam

      JazzJam

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